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25 Jahre Arbeitskreis Jodmangel Nutzen und Risiken...
Anlässlich seines Jubiläums präsentierte der Arbeitskreis Jodmangel vor geladenen Pressevertretern seine “Erfolgsstory: Auffällig war allerdings die in Anbetracht des Ereignisses verhältnismäßig geringe mediale Verteilungsbreite der zwar bejubelten, jedoch wohl nicht gänzlich ungetrübten Erfolgsbilanz des AKJ (Pressemeldung food-monitor). Das multimediale Informationsmonopol des AKJ besteht seit dessen Gründung im Jahr 1984. Die zumeist sehr einseitige (...von der Salz- und Pharmaindustrie ) mit offenbar nicht unbeträchtlichen Mitteln geförderte Öffentlichkeitsarbeit und Wissensvermittlung beherrschen bzw. beeinflussen maßgeblich Politik, Gesundheitswesen, Medien und Bevölkerung. Man darf sich auch fragen, ob bei ”Konstellationen” wie einer Mitgliedschaft im AKJ und gleichzeitiger Wahrnehmung von Aufgaben im öffentlichen Interesse z. B. bei BfR (FG 53 - Ernährungsrisiken, Allergien und Neuartige Lebensmittel) oder RKI (FG 26 - Epidemiologisches Zentrallabor) - s. a. hier zum Stichwort KiGGS unter “Jodversorgung...”) Interessenkonflikte auszuschließen sind. Die Lobbyarbeit des AKJ und deren Erfolge wurden in einem Vortrag (Scriba - S. 14 ff) des Ehrensprechers des AKJ vom November 2008 auf eindrucksvolle Weise veranschaulicht: Medienresonanz 2006 10 TV-Beiträge 14 Rundfunkbeiträge 550 Veröffentlichungen in Printmedien mit einer Auflage von rund 127 Mio. Exemplaren 18 Veröffentlichungen in Internetportalen ca. 115.000 Zugriffe auf AKJ-Internetportale Medienarbeit des AKJ der letzten 10 Jahre 1. Aktivitäten 10 Pressekonferenzen 112 Pressedienste 135 Exklusive Medienaktivitäten 6 Hörfunkproduktionen 2. Resonanz 6970 Veröffentlichungen in Printmedien mit einer Gesamtauflage von 1.6 Milliarden Exemplaren 295 TV-Beiträge (soweit erfassbar) Mehrere hundert Rundfunkbeiträge Auf Seite 19 ist nachzulesen, dass der naturgegebene Jodmangel nicht beseitigt, sondern nur ausgeglichen werden kann (s. a. hier unter “Jodmangel und Jodversorgung in Deutschland”). In einem Interview in der Süddeutschen Zeitung vom 13./14.05.2006 - “Ein Stoff für Mythen und Legenden” - erfolgte übrigens ein kaum beachteter Widerruf der Schuld der Gletscher und die Etablierung einer neuen (ebenfalls wissenschaftlich unbewiesenen) Theorie für den nach wie vor unterstellten Jodmangel durch den heutigen Ehrensprecher des AKJ, Prof. Dr. Scriba: “...SZ: Angeblich ist es auch eine Legende, dass unser Jod von Eiszeit-Gletschern fortgespült wurde. Scriba: Ich gehöre auch zu den Leuten, die die Geschichte lange verbreitet haben. Das ist aber offensichtlich ein Mythos. Heute sagt man, dass der Regen das wasserlösliche Jod ins Meer spült...” Fragwürdig: Die Überschrift eines 2001 in der Deutschen Medizinischen Wochenschrift erschienenen Artikels “Prävention in der Ärztlichen Versorgung - Potenziale, Wirksamkeit und Umsetzung” (Autor u. a. Prof. Dr. Peter Scriba) wird mit einem Zitat von Max von Pettenkofer garniert:
“Die Kunst zu heilen kann viele Leiden lindern, doch schöner ist die Kunst, die es versteht, die Krankheit am Entstehen schon zu hindern.” Kritik an der kollektiven Jodprophylaxe ist zu verhindern: “...Abbau von Ängsten und Vorurteilen sowie entschiedene Begegnung von Jodgegnern...” ...fordern die Autoren eines Artikels “Jodversorgung in Deutschland: Probleme und erforderliche Maßnahmen - Update 2002” im Deutschen Ärzteblatt - darunter der damalige Sprecher des Arbeitskreises Jodmangel. Die epedemieartige Zunahme der autoimmunen Schilddrüsenerkrankungen - insbesondere der Hashimoto-Thyreoidis (HT) - in allen Altersgruppen der Bevölkerung und die Tatsache, dass eine Schilddrüsenvergrößerung heute gerade bei Kindern meist auf HT (Quelle: 57. Nürnberger Fortbildungskongress 2006, Sonographie-Symposium - Vortrag “Entzündungen der Schilddrüse - ein häufiges Problem” von Prof. B. Braun, Reutlingen [...leider nicht mehr online auf der Website der BLÄK] bzw. s. a. Thyroid Foundation of Canada) zurückzuführen ist, wurde und wird vom AKJ totgeschwiegen.
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