Jodprophylaxe und Aktivitäten in Europa

 

Mit diesen Seiten möchte ich Ihnen die Möglichkeit bieten, sich über die Jod-Prophylaxemaßnahmen in den einzelnen Ländern zu informieren.

Hier zunächst:

In Deutschland, Österreich und in der Schweiz sowie auf EU-Ebene wurden Initiativen gestartet, die zumindest eine umfassende Deklaration und damit mehr Transparenz im Interesse des Verbraucherschutzes zum Ziel haben - weitere Informationen finden Sie dazu auch unter

***

Deklaration von Jod und Jodsalz in Lebensmitteln in der EU

 

Von Hiltrud Breyer (MdEP bis 2009) wurde am 22.02.07 eine schriftliche Anfrage an die Europäische Kommission gerichtet:

Zur Erinnerung:

Der Deutsche Bundestag hatte am 08.03.07 über 6 vorliegende Petitionen zur Jodprophylaxe, darunter diese Online-Petition, entschieden. Von der Vorsitzenden des Petitionsausschusses wurde ich mit Schreiben vom 21.03.07 über das Minimal-Ergebnis informiert. Die Online-Petition ging dem Petitionsausschuss des Europäischen Parlaments zu und von diesem wurde die Annahme am 24.07.2007 bestätigt. Die Petition wird somit im Zusammenhang mit der oben erwähnten Anfrage behandelt.

Es besteht zweifellos ein dringender Handlungsbedarf, den Ist-Zustand hinsichtlich der nicht “harmonisierten” Jodprophylaxemaßnahmen in den einzelnen Staaten der EU zu klären und eine EU-einheitliche, verbraucherorientierte und -schützende Regelung für Modalitäten und Deklaration der Jodanreicherung herbeizuführen - auch gegen die Widerstände von Interessenverbänden!

Bitte unterstützen Sie die Forderungen der Petitionen weiterhin und machen Sie die Abgeordneten in den Länderparlamenten, im Bundestag und auch  im Europäischen Parlament auf das Problem aufmerksam! Immer noch aktuelle, überzeugende Argumente für eine Deklarationspflicht finden Sie auch unter:

***

Wunsch-Liste (2007)

an die Abgeordneten des Europäischen Parlaments und an die Europäische Kommission:

 

    Festlegung eines oberen Grenzwertes für den Jodgehalt von Babynahrung

    Deklaration des Jodgehaltes in Mineralwässern

    Deklaration (qualitativ und - soweit möglich - auch quantitativ) der Jodanreicherung von allen - auch offenen - LM über jodiertes Salz, Algenprodukte, Direktanreicherung u. v. m..

    Verbot der Tierfutterjodierung über das physiologisch für den Erhalt der Tiergesundheit erforderliche Maß hinaus - zumindest im Bio-Bereich. Voraussetzung wäre natürlich die obligatorische...

    Deklaration des Jodgehalts von Futtermitteln und praxisnahe Fütterungsvorgaben.

    Ausschließliche Verwendung von Kaliumjodid zur Anreicherung. Nach Aussage verschiedener Salzproduzenten sei die Stabilität für Europa völlig ausreichend und es würden "Wechselwirkungen" Jodid/Jodat mit bisher nicht geklärten (gesundheitlichen) Auswirkungen verhindert.

 

Anm.: Mineralwasser kann maßgeblich - als eine natürliche Quelle - zur Jodversorgung beitragen. Jodid wird jedoch im Gegensatz zu anderen, weniger "kritischen" Inhaltsstoffen nicht deklariert, obwohl diese Analyse bei Wasser problemlos möglich wäre - siehe auch hier unter Deutsches Recht in der Mineral- und Tafelwasser-Verordnung. Übrigens: Für Fluorid gelten ab 2008 Höchstmengen und der Gehalt muss angegeben werden.

***

Stellungnahme des Verbraucherzentrale Bundesverbandes zum Europäischen Kennzeichnungsrecht für Lebensmittel

    ...z. B. auf S. 5 zu Artikel 20, 1 d) und e) - “Fehlen des Verzeichnisses der Zutaten”

    Unter 1. d) wird geregelt, dass ein Zutatenverzeichnis für bestimmte Milchprodukte dann nicht notwendig ist, wenn keine als die für die Herstellung notwendigen Milchinhaltsstoffe, Enzyme und Mikroorganismen-Kulturen zugesetzt wurden. Hierzu merken wir an, dass es vielen Verbrauchern wichtig ist zu wissen, ob Lab bei der Herstellung eingesetzt wurde oder Jodsalz. Diesbezüglich halten wir hier die Kennzeichnungspflicht für notwendig.

Letzter Stand: